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Es wird Frühling in der Stadt

Posted by: Holger 7 years, 2 months ago

Da die Schneeberge so langsam verschwunden sind wurde am Samstag das gute Wetter genutzt um mit Rädern und Familie diverse Dinge in der Stadt zu besorgen. Allerdings scheinen die Autofahrer noch nicht wieder mit Radfahrern zu rechnen.
Schon morgens auf dem Weg zum Becker meinte ein S-Klasse Fahrer aus Wesel durch mehrfaches Hupen seinen Anspruch an der Fahrbahn geltend machen zu müssen, um mich dann trotz Gegenverkehr mit ca.10cm Seitenabstand überholen zu müssen. Auf dem Rückweg schnitt mich dann noch ein Kleinwagenfahrer ähnlich knapp, liess dabei aber die Finger von der Hupe.
Nach dem Frühstück ging es erst zu einem Elektromarkt, als wir an die Kreuzung Cederstraße/Richard-Zanders-Straße kamen wurde dort gerade von der Polizei ein Unfall zwischen einem LKW und einem Radfahrer nachgestellt. Ob es sich dabei noch um Untersuchungen zu dem tödlichen Unfall von 2007 handelt vermag ich nicht zu sagen.

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Et hätt noch immer jot jejange oder Baustellenabsicherung auf Kölsch

Posted by: Holger 7 years, 3 months ago

Am Donnerstag laß ich in Highners Blog von der aktuellen Radwegbeschilderung am Rudolfplatz. Hier ist zur Zeit eine Baustelle, auf der die Bauaufsicht anscheinend mit Kölner Gründlichkeit arbeitet.
Durch Highners-Beitrag fühlte ich mich ermutigt die Kölner Straßenverkehrsbehörde und den Fahrradbeauftragen der Stadt Köln über diesen Zustand zu Informieren. Als ich mich heute Abend auf den Heimweg machte, fand ich tatsächlich eine Änderung vor!
Dies ist meine Mail zu der geänderten Situation: Sehr geehrte Damen und Herren,
Am Donnerstag, den 11 Februar 2010 10:14:06 schrieben Sie: strassen-verkehrstechnik@stadt-koeln.de: > Sehr geehrte Damen und Herren, > Ihre E- Mail ist im Amt für Straßen und Verkehrstechnik eingegangen. > Ihr Anliegen wird in die zuständige Fachabteilung weitergeleitet.
Es ging um den linksseitigen als benutzungspflichtig gekennzeichneten gemischten Rad-/Fußweg am Rudolfplatz.
Anscheinend wurde die Situation begutachtet und im Zuge dessen die fragliche Beschilderung an angegebener Stelle entfernt. Allerdings wurde sie nicht wirklich beseitigt, sondern lediglich um 25m weiter Richtung Ringe versetzt! Nun steht das Schild sogar an der engsten Stelle des Weges. Ich kann nicht ersehen inwiefern diese Platzierung legaler sein soll, als die zuvor vorhandene?
Desweiteren habe ich keinen Hinweis darauf gefunden, dass dieser Weg schon eine ähnlich rechtswidrige linksseitige Radwegbeschilderung auffwies, als sich hier noch keine Baustelle befand.
Bitte begründen Sie mir doch, womit dann während der Existenz dieser Baustelle, sich die Möglichkeit der linksseitigen Befahrbarkeit dieses Weges ergibt?
Mit freundlichen Grüßen         Holger Müller
P.S.: Et hätt noch immer jot jejange... Ahne, es ist ja doch schon eine Person im Umfeld dieser Baustelle auf Grund von Vorschriftsmißachtungen ums Leben gekommen... (auch wenn es nicht auf dem Radweg war). Hoffen wir mal, dass es dabei bleibt!

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Tempo 30

Posted by: Holger 7 years, 3 months ago

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Reaktionszeit

Posted by: Holger 7 years, 6 months ago

Während wir Verkehrsteilnehmer Situationen und Entscheidungen innerhalb von Sekundenbruchteilen treffen müssen, kann dies bei Behörden schon mal Monate in Anspruch nehmen. So hatte ich zum Unfall am Friedhof nachgefragt, wie denn die dort vorzufindende Verkehrsführung und Beschilderung zu verstehen sei?
Der Eingang meiner E-Mail wurde zügig bestätigt, jedoch scheint eine klare Beantwortung der von mir gestellten Frage, anhand welcher Kriterien ersichtlich ist, dass dieser Radweg für beide Richtungen frei gegeben sei, etwas mehr Zeit in Anspruch zu nehmen.
Hier nun die Antworten von Stadtverwaltung und Polizei:
Von: "F Bergisch Gladbach Pressestelle" An: Holger Müller Datum: 02.11.2009 11:17
Sehr geehrter Herr Müller, ich habe Ihre Anfrage zuständigkeitshalber an Polizeihauptkommissar .... weitergeleitet. Von dort erhalten Sie weiteren Bescheid.
Ich bitte um etwas Geduld.
Hiernach ist von Seiten der Polizei noch keine weitere Reaktion gekommen.
Die mir als Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung genannte Person war anscheinend nicht zuständig, reagierte aber zügig und hatte sogar eine Idee, was man ändern könnte:
Von: H..@stadt-gl.de An: U..@stadt-gl.de Kopie: Holger Müller Datum: 02.11.2009 11:23
Hallo Herr U....,
da hat es Herr K... zu gut mit mir gemeint:-). Die Fragen betreffen die jeweilige Anordnung und werden mit Sicherheit im Rahmen der anstehenden Beratung zur Novellierung der StVO diskutiert werden müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Benutzungspflicht des linksseitigen Radweges aufhebt, bis zur Fußgängerampel Finanzamt aber die Beschilderung "Radfahrer frei" ergänzt.
Mit freundlichen Grüßen
Dann folgte noch eine E-Mail, dass Herr U. krank sei:
Von: K...@stadt-gl.de An: Holger Müller Datum: Dienstag 10.11.2009 08:14:17
Sehr geehrter Herr Müller!
Sie haben am 30.10.2009 eine E-Mail an Herrn H. von meinem Fachbereich 7 - Umwelt und Technik - gerichtet, in welcher Sie Bezug auf einen Unfall mit einer Radfahrerin auf dem Refrather Weg nahmen. Ihre Ausführungen wurden zur Prüfung und Beantwortung an Herrn U. von der städtischen Straßenverkehrsbehörde weiter geleitet. Die Prüfung Ihres Anliegens konnte bislang noch nicht zum Abschluss gebracht werden, da sie Bestandteil der Erarbeitung einer StVO- konformen Radwegebeschilderung des kompletten Refrather Weges, der Dormann Straße, der Straße Vürfels und des Neufeldweges sein wird. Herr U. wird Ihnen zu gegebener Zeit antworten. Da er derzeit erkrankt ist, kann dies aber noch etwas dauern. Hierfür bitte ich Sie um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
K.
Nun wird es Spannend! Es folgt die E-Mail vom zuständigen Herrn U.: Von: U...@stadt-gl.de An: Holger Müller Datum: Mittwoch 11.11.2009 10:17:52
Sehr geehrter Herr Müller,
Ihr Schreiben vom 30.10.2009 wurde mir zwecks Beantwortung zugeleitet.
Da bezüglich der Radwegproblematik in Bergisch Gladbach noch Gespräche sowohl mit der Polizei als auch mit der Kreisverwaltung und intern statt finden werden, ist mit einer Beantwortung Ihres Schreibens nicht vor Mitte Dezember, ggf. erst zu Beginn des nächsten Kalenderjahres zu rechnen.
Mit freundlichem Gruß
Wie man sieht scheint das mit den Radwegen doch gar nicht so klar und einfach zu sein.

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Unfall am Friedhof

Posted by: Holger 7 years, 6 months ago

Gestern geschah auf dem Radweg am Refrather Weg ein Unfall.
* Pressemeldung der Polizei
Da ich diesen Radweg schon immer als gefährlich ansah und nun in der PM geäußert wurde, dass der Weg beidseitig freigegeben sei, sah ich mich gezwungen nachzufragen, woran dies ersichtlich ist.
Folgende E-Mail habe ich an Polizei und Stadtverwaltung gesendet:
Betreff: Frage zum Unfall am Refrather Weg
Sehr geehrter Herr ...., sehr geehrte Damen und Herren,
auf dem Presseportal der Polizei ist mir folgende Nachricht ins Auge gefallen:
http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/rheinisch-bergischer-kreis/article/meldung-091029-105037-37-297.html
Hier wird die Äußerung getätigt, dass die Dame vorschriftsmäßig gefahren und dieser Radweg für beide Richtungen frei gegeben sei.
Mich würde interessieren anhand welcher Kriterien dies ersichtlich ist?
Zur Information: Passiert ist der Unfall innerorts. Die Fahrerin kam wohl anscheinend aus Refrath (Nachbarort) und ist zuvor linksseitig auf dem ausserörtlichen Radweg gefahren. Hier scheinen alle zu glauben dass dieser Weg benutzugspflichtig sei! Es gibt sogar sowas ähnliches wie eine Querungshilfe in Refrath, jedoch ist die an der vorletzten Kreuzung im Ort. Dort steht auch ein Blauschild mit Pfeilen unten drunter. An der folgenden Kreuzung (An der Kaule, unmittelbar vor dem Ortsausgang) wird dieses nicht wiederholt. Und da an linksseitige Radwege ja ach so hohe Anforderungen gestellt werden, darf ich den dann ja wohl kaum benutzen. (Wobei der ca. 1km lange ausserörtliche Abschnitt wirklich fast in Ordnung für einen Radweg ist. 1,98m Breit, also nur 2cm schmaler als die Mindestbreite, und sogar beleuchtet!). Dieser Luxusweg führt in Bergisch Gladbach auf einen Bürgersteig; dieser ist farblich leicht unterschiedlich gepflastert. Einen Hinweis, dass aus dem intendiertem gemischten Rad- /Fussweg nun ein getrennter werden soll, findet man in linker Fahrtrichtung nicht. An dieser Stelle passierte der Unfall! Hier ist der Weg abschüssig eine Querungshilfe gibt es nicht. Keine der im Verlauf dieses "Radweges" befindlichen Einfahrten und Kreuzungen hat ein Zusatzzeichen 1000-32, schon gar nicht die am Friedhof. An der nächsten Kreuzung findet sich wieder ein Zeichen 241 mit 1000-31, Trennung vom Gehbereich nur durch leicht andersfarbliches Pflaster. Wenn man nun auf der linken Seite bleibt ist an der nun folgenden Kreuzungen kein Blau mehr. Querungshilfen oder Hinweise auf ein Ende der Linksseitigkeit gibt es fuer Ottodurchschnittsradler nicht. Dafür an der nächste Kreuzung eine Ampel, die so geschaltet ist, dass das KFZ Signal geradesaus grün haben kann, während aus der linken Einfahrt die KFZ auch grün haben. Lediglich das Fußgängersignal ist dann rot. Ganz schön spannend, denn da ist ne gemeinsame Furt und für den Radler gilt somit das KFZ-Signal.
Mit Bitte um Stellungnahme und freundlichen Grüßen

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