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Prioritäten

Posted by: Holger 7 years, 9 months ago

In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja bei der Stadt noch mal nachgefragt, wann sich die Stadt bequemt ihr Radverkehrsführungen der aktuellen Rechtslage anzupassen. Eigentlich hätte dies schon unmittelbar nach der StVO-Novelle von 1997 geschehen müssen, am 1.9.2009 wurde in einer weiteren Novelle noch mal verdeutlicht, dass Radwege bestimmte Mindeststandards erfüllen müssen und dass die Anordnung einer Benutzungspflicht die Ausnahme und nicht der Regelfall sein soll.
Hier nun die Antwort auf meine Nachfrage: Datum: 02.03.2010 07:42
Sehr geehrter Müller,
Ihre  mail habe ich erhalten. Die widirgen Wetterverhältnisse der letzten Wochen haben die Radwegeproblematik nicht aus der Welt geschaffen - das ist klar. Wir sind auch weiterhin bemüht, die Problematik in den nächsten Wochen anzugehen. Allerdings: nicht morgen und nicht in der nächsten Woche (es sind noch andere Themen hinzugekommen, die kurzfristig in die Bearbeitung aufgenommen wurden, wie Neuregelung der Parkgebühren in Bergisch Gladbach,von denen ich Ende des letzten Jahres noch keine Informationen hatte- diese Sache hat z.Zt. Vorrang, so dass die Problematik der Radwege als 2.ter Punkt auf meiner Arbeitsliste steht).
Insofern bitte ich um Verständnis.
Mit freundlichem Gruß Im Auftrag
R. U. Stadtverwaltung Bergisch Gladbach -Verkehrslenkung-
Das muss man sich mal vorstellen! Die Neuregelung von Parkgebühren hat Vorrang vor der Überprüfung ob die Verkehrsführungen den Vorschriften entsprechen.
Im Klartext:
:!: Eine **Gebühren**neugliederung hat für die Stadt Bergisch Gladbach höhere Priorität als die Verkehrs**sicherheit**!
Mein Unverständnis hierüber habe ich natürlich geäußert: Sehr geehrter Herr U.,
vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Ich selbst komme erst heute dazu Ihre Mail zu erwiedern.
> Wir sind > auch weiterhin bemüht, ... > ... Insofern bitte ich um Verständnis.
Dafür, dass es bei der Stadtverwaltung vielfältige Aufgaben gibt die zu erledigen sind und die Priorisierung erfordern, habe ich Verständnis, Unverständnis ruft bei mir allerdings hervor, dass ParkGEBÜHREN Vorrang vor der Verkehrssicherungspflicht haben können.
Mit freundlichen Grüßen         Holger Müller

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Es wird Frühling in der Stadt

Posted by: Holger 7 years, 9 months ago

Da die Schneeberge so langsam verschwunden sind wurde am Samstag das gute Wetter genutzt um mit Rädern und Familie diverse Dinge in der Stadt zu besorgen. Allerdings scheinen die Autofahrer noch nicht wieder mit Radfahrern zu rechnen.
Schon morgens auf dem Weg zum Becker meinte ein S-Klasse Fahrer aus Wesel durch mehrfaches Hupen seinen Anspruch an der Fahrbahn geltend machen zu müssen, um mich dann trotz Gegenverkehr mit ca.10cm Seitenabstand überholen zu müssen. Auf dem Rückweg schnitt mich dann noch ein Kleinwagenfahrer ähnlich knapp, liess dabei aber die Finger von der Hupe.
Nach dem Frühstück ging es erst zu einem Elektromarkt, als wir an die Kreuzung Cederstraße/Richard-Zanders-Straße kamen wurde dort gerade von der Polizei ein Unfall zwischen einem LKW und einem Radfahrer nachgestellt. Ob es sich dabei noch um Untersuchungen zu dem tödlichen Unfall von 2007 handelt vermag ich nicht zu sagen.

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Et hätt noch immer jot jejange oder Baustellenabsicherung auf Kölsch

Posted by: Holger 7 years, 10 months ago

Am Donnerstag laß ich in Highners Blog von der aktuellen Radwegbeschilderung am Rudolfplatz. Hier ist zur Zeit eine Baustelle, auf der die Bauaufsicht anscheinend mit Kölner Gründlichkeit arbeitet.
Durch Highners-Beitrag fühlte ich mich ermutigt die Kölner Straßenverkehrsbehörde und den Fahrradbeauftragen der Stadt Köln über diesen Zustand zu Informieren. Als ich mich heute Abend auf den Heimweg machte, fand ich tatsächlich eine Änderung vor!
Dies ist meine Mail zu der geänderten Situation: Sehr geehrte Damen und Herren,
Am Donnerstag, den 11 Februar 2010 10:14:06 schrieben Sie: strassen-verkehrstechnik@stadt-koeln.de: > Sehr geehrte Damen und Herren, > Ihre E- Mail ist im Amt für Straßen und Verkehrstechnik eingegangen. > Ihr Anliegen wird in die zuständige Fachabteilung weitergeleitet.
Es ging um den linksseitigen als benutzungspflichtig gekennzeichneten gemischten Rad-/Fußweg am Rudolfplatz.
Anscheinend wurde die Situation begutachtet und im Zuge dessen die fragliche Beschilderung an angegebener Stelle entfernt. Allerdings wurde sie nicht wirklich beseitigt, sondern lediglich um 25m weiter Richtung Ringe versetzt! Nun steht das Schild sogar an der engsten Stelle des Weges. Ich kann nicht ersehen inwiefern diese Platzierung legaler sein soll, als die zuvor vorhandene?
Desweiteren habe ich keinen Hinweis darauf gefunden, dass dieser Weg schon eine ähnlich rechtswidrige linksseitige Radwegbeschilderung auffwies, als sich hier noch keine Baustelle befand.
Bitte begründen Sie mir doch, womit dann während der Existenz dieser Baustelle, sich die Möglichkeit der linksseitigen Befahrbarkeit dieses Weges ergibt?
Mit freundlichen Grüßen         Holger Müller
P.S.: Et hätt noch immer jot jejange... Ahne, es ist ja doch schon eine Person im Umfeld dieser Baustelle auf Grund von Vorschriftsmißachtungen ums Leben gekommen... (auch wenn es nicht auf dem Radweg war). Hoffen wir mal, dass es dabei bleibt!

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Tempo 30

Posted by: Holger 7 years, 10 months ago

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Reaktionszeit

Posted by: Holger 8 years, 1 month ago

Während wir Verkehrsteilnehmer Situationen und Entscheidungen innerhalb von Sekundenbruchteilen treffen müssen, kann dies bei Behörden schon mal Monate in Anspruch nehmen. So hatte ich zum Unfall am Friedhof nachgefragt, wie denn die dort vorzufindende Verkehrsführung und Beschilderung zu verstehen sei?
Der Eingang meiner E-Mail wurde zügig bestätigt, jedoch scheint eine klare Beantwortung der von mir gestellten Frage, anhand welcher Kriterien ersichtlich ist, dass dieser Radweg für beide Richtungen frei gegeben sei, etwas mehr Zeit in Anspruch zu nehmen.
Hier nun die Antworten von Stadtverwaltung und Polizei:
Von: "F Bergisch Gladbach Pressestelle" An: Holger Müller Datum: 02.11.2009 11:17
Sehr geehrter Herr Müller, ich habe Ihre Anfrage zuständigkeitshalber an Polizeihauptkommissar .... weitergeleitet. Von dort erhalten Sie weiteren Bescheid.
Ich bitte um etwas Geduld.
Hiernach ist von Seiten der Polizei noch keine weitere Reaktion gekommen.
Die mir als Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung genannte Person war anscheinend nicht zuständig, reagierte aber zügig und hatte sogar eine Idee, was man ändern könnte:
Von: H..@stadt-gl.de An: U..@stadt-gl.de Kopie: Holger Müller Datum: 02.11.2009 11:23
Hallo Herr U....,
da hat es Herr K... zu gut mit mir gemeint:-). Die Fragen betreffen die jeweilige Anordnung und werden mit Sicherheit im Rahmen der anstehenden Beratung zur Novellierung der StVO diskutiert werden müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Benutzungspflicht des linksseitigen Radweges aufhebt, bis zur Fußgängerampel Finanzamt aber die Beschilderung "Radfahrer frei" ergänzt.
Mit freundlichen Grüßen
Dann folgte noch eine E-Mail, dass Herr U. krank sei:
Von: K...@stadt-gl.de An: Holger Müller Datum: Dienstag 10.11.2009 08:14:17
Sehr geehrter Herr Müller!
Sie haben am 30.10.2009 eine E-Mail an Herrn H. von meinem Fachbereich 7 - Umwelt und Technik - gerichtet, in welcher Sie Bezug auf einen Unfall mit einer Radfahrerin auf dem Refrather Weg nahmen. Ihre Ausführungen wurden zur Prüfung und Beantwortung an Herrn U. von der städtischen Straßenverkehrsbehörde weiter geleitet. Die Prüfung Ihres Anliegens konnte bislang noch nicht zum Abschluss gebracht werden, da sie Bestandteil der Erarbeitung einer StVO- konformen Radwegebeschilderung des kompletten Refrather Weges, der Dormann Straße, der Straße Vürfels und des Neufeldweges sein wird. Herr U. wird Ihnen zu gegebener Zeit antworten. Da er derzeit erkrankt ist, kann dies aber noch etwas dauern. Hierfür bitte ich Sie um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
K.
Nun wird es Spannend! Es folgt die E-Mail vom zuständigen Herrn U.: Von: U...@stadt-gl.de An: Holger Müller Datum: Mittwoch 11.11.2009 10:17:52
Sehr geehrter Herr Müller,
Ihr Schreiben vom 30.10.2009 wurde mir zwecks Beantwortung zugeleitet.
Da bezüglich der Radwegproblematik in Bergisch Gladbach noch Gespräche sowohl mit der Polizei als auch mit der Kreisverwaltung und intern statt finden werden, ist mit einer Beantwortung Ihres Schreibens nicht vor Mitte Dezember, ggf. erst zu Beginn des nächsten Kalenderjahres zu rechnen.
Mit freundlichem Gruß
Wie man sieht scheint das mit den Radwegen doch gar nicht so klar und einfach zu sein.

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